Smartphone zum selber bauen: Project Ara


Ein komplett neuer Ansatz: Googles „DIY-Smartphone“ Project Ara.

Es klingt ein kleines bisschen wie früher: Mit Bausteinen spielen und sich zusammenbauen was man möchte.
Doch genau dieses Prinzip verfolgt Googles neuestes Projekt namens Ara. Das ehemals von Motorola vorgestellte Projekt verfolgt das Konzept der modularen Smartphones – Ein offener Hardwarestandard der es jedem möglich machen soll, Komponenten zu entwickeln. Der Unterschied zu herkömmlichen Geräten: Der Nutzer bestimmt einfach alle Faktoren wie Batterie, Speicher, Displaygröße und Kameraauflösung selbst.

 

Project Ara

 

Völlig neues Gefühl

Dies bringt immense Vorteile für die Benutzer: Er kann jeden Tag aufs neue Entscheiden ob er heute z.B. einen großen Akku benötigt, da er lange Unterwegs ist und länger keine Steckdose sieht – oder ob er für die anstehende Sightseeing Tour „die gute“ Kamera einpackt. Und sollte mal etwas davon kaputtgehen, kann der Nutzer ohne Aufwand das defekte Modul tauschen. Das Smartphone selbst soll dabei aus einem einzigen Frame, dem „Endoskelett“ bestehen und direkt bei Google erhältlich sein – als das einzige von Google selbst hergestellte Teil. Die Komponenten soll der Nutzer dann entweder in offiziellen Google Stores, oder durch eine veränderte Einstellung der Software (ähnlich wie beim Play Store, der das Installieren von fremden Anwendungen durch Zustimmung des Nutzers erlaubt) auch bei Drittanbietern erwerben können.

Low-End-Barrier

Der Einstiegspreis den Google anpeilt liegt hierbei gerademal bei 50 $ und enthält den Mainframe, eine Low-End CPU, eine Batterie, ein Display und eine Mobilfunk-Einheit. Der Mainframe überträgt Daten mit  20GB/s um zukünftigen Datenstandards gewachsen zu sein. Auf der Rückseite des Telefons befinden sich Steckplätze in den Größen 1×1, 1×2 und 2×2. Damit lassen sich unterschiedlichste Sachen realisieren, an die der Standard-Smartphone-Benutzer zuersteinmal garnicht denkt – Wie z.B. einen Beamer, einen kleinen Belegdrucker, medizinische Anwendungen wie ein Blutzuckermessmodul oder eine zweite Kamera für 3D-Aufnahmen.

 

Es bleibt spannend

Google sei laut eigenen Angaben momentan an einen Testmarkt für ihr Ara interessiert, was darauf schließen lässt dass das Ara solangsam die Entwicklungsphase überstanden hat.

 

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